Wer seinen https://rafaelcdrm398.theglensecret.com/zaun-konfigurieren-pfostenabstande-mattenlange-und-fundament-richtig-planen Garten in Ruhe nutzen will, denkt irgendwann über einen Zaun nach. Manche kaufen schnell das erstbeste Set, merken später jedoch, dass die Pfostenabstände nicht passen, das Tor nicht bündig schließt oder die Matten am Hang abstehen. Ein Doppelstabmattenzaun verzeiht wenig, wenn die Planung nicht stimmt. Richtig konfiguriert hält er Jahrzehnte, steht sauber in Linie und spart bei der Montage Zeit und Nerven.
Ich plane und montiere seit Jahren Zäune an Grundstücken, in Neubaugebieten, entlang von Gewerbeflächen und an kniffligen Hanglagen. In diesem Beitrag zeige ich, worauf es ankommt, wenn Sie einen Zaun konfigurieren, wie Sie Pfostenabstände korrekt ermitteln, welche Mattenlängen sinnvoll sind und wie Sie das Fundament dimensionieren, damit der Zaun stabil und optisch stimmig wirkt. Die Hinweise drehen sich vor allem um den Doppelstabmattenzaun, weil er im Verhältnis von Preis, Haltbarkeit und Variabilität sehr gut abschneidet und für die meisten, die einen Zaun kaufen, die erste Wahl ist.
Warum der Doppelstabmattenzaun so gut planbar ist
Der Charme des Doppelstabmattenzauns liegt in seiner Modularität. Standardisierte Matten, definierte Höhen und logisch aufgebaute Zubehörteile sorgen für klare Regeln. Eine Matte ist in der Regel 2,5 Meter lang, die Stäbe sind verschweißt, der Achsabstand der Vertikaldrähte beträgt meist 50 Millimeter. Höhen reichen von 63 bis 203 Zentimeter. Die Pfosten sind entweder mit Abdeckleiste oder Klammern verfügbar und können aufgedübelt oder einbetoniert werden. Entscheiden Sie sich früh für ein System, dann passt später alles zusammen.
Zur Haltbarkeit: Feuerverzinkung und die häufige Zusatzausführung in RAL 6005, 7016 oder 9005 pulverbeschichtet schützen zuverlässig. Bei Küstennähe oder hoher Belastung lohnt ein Blick auf die Zinkschichtdicke und eventuelle Duplexbeschichtungen. Wer dauerhaft Ruhe will, spart nicht bei der Beschichtung. Das zahlt sich später aus, wenn nach zehn Jahren immer noch nichts blättert.
Vor dem Messen: Linie, Zweck und Gelände verstehen
Kein Maßband ersetzt einen klaren Plan. Bevor Sie den ersten Pfosten setzen, stellen Sie sich drei Fragen: Wozu dient der Zaun, wie verläuft die Linie, und welches Gelände liegt vor?

Wenn der Zaun in erster Linie Sichtschutz geben soll, reicht die Statik eines Doppelstabmattenzauns, aber die Höhe und spätere Sichtschutzstreifen sollten früh berücksichtigt werden. Windangriffsfläche steigt. Das Fundament muss das abkönnen. Wer Haustiere sichern will, plant die untere Kante so, dass kein Spalt bleibt, mit Bodenkonsole oder angepasstem Geländeverlauf. Entlang von Hängen müssen Matten stufig versetzt oder als Schrägmatten eingeplant werden. Beides geht, beides hat Konsequenzen. Stufige Verläufe sind optisch ruhiger und leichter zu montieren, brauchen aber Längenausgleich. Schrägmatten sind selten verfügbar, teurer und wirken bei starkem Gefälle schnell unruhig.
Planen Sie Tore im Zusammenhang mit dem Verlauf. Ein 1 Meter Gehflügel oder ein 3 Meter Schiebetor ändern die Pfostenabstände, Fundamentgrößen und die Optik. Tore vor Einfahrten besser so setzen, dass der Flügel nach innen öffnet und nicht in den Gehweg schlägt. Klingt banal, macht später aber einen Unterschied.
Pfostenabstände: Achsmaß, Lichtmaß und die Toleranzen aus Erfahrung
Im Alltag reden Leute vom Abstand zwischen Pfosten, meinen aber Unterschiedliches. Für die Konfiguration zählt das Achsmaß. Das ist die Mitte zu Mitte Entfernung von zwei Pfosten. Beim Doppelstabmattenzaun mit 2,5 Meter Mattenlänge heißt das Achsabstand in der Regel 2,525 bis 2,540 Meter, je nach Hersteller. Warum nicht exakt 2,5 Meter? Weil am Pfosten noch die Verbindungslasche, Klammer oder Abdeckleiste sitzt. Die Matte braucht Spiel, sonst klemmt sie oder es entsteht Spannung.
Drei Praxisregeln helfen:
Erstens, halten Sie das Achsmaß konstant. Wer einem unruhigen Grundstück folgt und mal 2,46, mal 2,57 Meter setzt, quält sich später mit schiefen Klammern und Matten, die nicht fluchten. Laserschnur, Markierungsspray und Distanzlatte machen das Leben leichter. Bei längeren Zügen baue ich mir eine kleine Holzlehre mit zwei Anrissen, die den Zielabstand zeigen.
Zweitens, planen Sie Dehnungen. Stahl arbeitet bei Temperaturunterschieden. Ein paar Millimeter Spiel an den Klammern verhindert Geräusche und Verzug. Die Matte sitzt stabil, darf aber nicht gepresst werden. Wer Sichtschutz integriert, hat noch weniger Toleranz und sollte die Matten wirklich spannungsfrei montieren.
Drittens, berücksichtigen Sie die Pfostentypen. Mit Abdeckleiste haben Sie mehr Toleranz, weil die Leiste die Schnittkanten und Klammern verdeckt. Mit Klammern offen montiert, muss der Abstand genauer passen, sonst stehen Klammern schräg oder die Drähte enden zu nah am Pfostenprofil.
Viele fragen, ob man Matten kürzen darf. Ja, Metalltrennscheibe oder Bolzenschneider, danach unbedingt die Schnittkante versiegeln, Zinkspray und Lackstift passend zur RAL-Farbe. Kürzungen erfordern zusätzliche Klemmung, also eine zusätzliche Klammer oder ein Zwischenpfosten. Bei größeren Projekten rechne ich Kürzungen gezielt ein, um am Ende den Zaun exakt auf das Grundstücksmaß zu bringen und trotzdem Weiten von 2,5 Meter weitgehend zu halten.
Mattenlängen klug kombinieren
Standard sind 2,5 Meter. Es gibt auch 2 Meter Matten, teils 2,2 oder 3 Meter, je nach Hersteller. Wenn Sie einen Zaun konfigurieren und ein Grundstück von 23,6 Meter einschließen wollen, rechnen Sie nicht blind 10 Matten à 2,5 Meter. Sie landen sonst in der Luft. Eine ausgewogene Lösung mischt Standardlängen und eine sauber gekürzte Abschlussmatte. Das wirkt harmonischer, als mehrere kurze Reststücke.
Ich plane, wenn möglich, Längenausgleiche in die Nähe von Toren oder Ecken. Da fallen sie weniger auf und lassen sich besser kaschieren. Bei Innen- und Außenecken entscheidet das Ecksystem. Mit Eckpfosten und passenden Klammern bleibt das Achsmaß auf beiden Seiten gleich. Wer Ecken mit zwei Standardpfosten und engerem Abstand baut, darf den Winkel sauber ausrichten und muss das Achsmaß in der Ecke anpassen. Das ist möglich, aber für Anfänger oft der Punkt, an dem die Linie bricht.
Bei Bögen entlang eines runden Beetes oder einer Einfahrt falten viele die Matte segmentweise am Pfosten. Das geht mit Abdeckleistenpfosten gut, solange der Radius groß ist. Engere Radien sehen sauberer aus, wenn man in kurzen Segmenten arbeitet und mit schmalen Längen variiert. Eine echte Bogenmatte ist selten nötig, außer im architektonischen Gestaltungsprojekt.
Fundamenttiefe und Frost: die stillen Garantien für Standfestigkeit
Der beste Pfosten kippt, wenn der Untergrund nicht trägt. Fundamente sind nicht nur Tiefe, sondern auch Geometrie und Material. Für private Zäune ohne massive Windlast fahre ich im Flachland gut mit 60 bis 80 Zentimeter Tiefe und einem Fundamentquerschnitt von etwa 30 x 30 Zentimeter. In schneereichen oder frostgefährdeten Regionen gehe ich auf 80 bis 100 Zentimeter, damit der Frost den Beton nicht hochdrückt. Bei Sichtschutz, exponierten Lagen oder Zaunhöhen über 160 Zentimeter plane ich größer. Drehen Sie die Frage um: Wie groß muss das Fundament sein, damit ich nachts ruhig schlafe, auch wenn im Herbst der Sturm drückt?
Bodenbeschaffenheit spielt eine enorme Rolle. Sand lässt Wasser schnell ablaufen, braucht aber Volumen, um Seitenhalt zu geben. Lehmige Böden wirken stabil, quellen jedoch. In reinen Mutterboden setze ich nicht direkt. Eine 10 bis 15 Zentimeter Schotterschicht am Fundamentgrund drainiert und verhindert Staunässe, die Metallteile mag es trocken.
Die Betonklasse C20/25 hat sich bewährt. Sackware reicht für kleine Projekte, bei 40 und mehr Fundamenten lohnt Mischer oder Fahrmischer. Frischen Beton nicht nur eingießen, sondern verdichten. Ein Kantholz genügt, um Lufteinschlüsse herauszuschlagen. Das klingt banal, aber die Verdichtung entscheidet darüber, ob der Pfosten später beim Anziehen der Klammern nachgibt.
Eine häufige Anfängerfrage lautet: Wie viel Beton pro Fundament? Als grobe Orientierung ergeben 30 x 30 x 70 Zentimeter knapp 63 Liter. Rechnen Sie 65 bis 70 Liter ein, weil Löcher selten perfekt kubisch sind und ein bisschen übersteht. Bei Zaunhöhen ab 1,8 Meter und Sichtschutz gehe ich eher auf 35 x 35 x 80 Zentimeter, was etwa 98 Liter sind. Bei Fels oder sehr hartem Untergrund verkleinere ich die Abmessungen, verankere aber zusätzlich über Ankerschrauben in eingebohrten Löchern mit Verbundmörtel, wenn der Pfostenfuß das vorsieht.
Einbetonieren oder aufdübeln
Beide Wege funktionieren. Einbetonierte Pfosten sind in der Regel günstiger beim Material und im Ergebnis sehr steif, erfordern aber präzise Höhennivellierung. Aufgedübelte Pfosten auf Punktfundamenten oder Streifenfundamenten geben Ihnen die Möglichkeit, die Höhe nachträglich feiner zu justieren und bei Bedarf einzelne Pfosten später zu tauschen, ohne Beton zu lösen. Das lohnt an Einfahrten oder bei Torsäulen, die oft Lastwechseln ausgesetzt sind.
Wenn aufdübeln, dann mit zugelassenen Ankern, nicht mit x-beliebigen Schrauben. Der Randabstand des Betonkörpers muss passen. Ein kleiner Pfostenfuß auf einem schmalen Randstein ohne ausreichende Tiefe hält vielleicht an windstillen Tagen, aber nicht dauerhaft. Die Fläche muss eben, betonglatt und frostfrei gegründet sein. Ich sehe häufig aufgedübelte Pfosten auf Gehwegplatten ohne tragfähigen Unterbau, die nach zwei Jahren wackeln. Dann lieber einmal richtig gründen.
Höhe, Schrittmaß und die Linie im Gelände
Ein Zaun wirkt nur so gut wie seine Linie. Gerade Strecken lassen sich mit Fluchtschnur und Laser leicht bändigen. Schwieriger sind verformte Grenzen oder krumme Hecken. Ich spanne die Schnur in der endgültigen Höhe des unteren Mattenstabes und arbeite mich Pfosten für Pfosten vor. Das Auge korrigiert kleine Unebenheiten besser, wenn es eine klare Unterkante gibt. Die Oberkante folgt automatisch, denn Doppelstabmatten sind sauber in der Höhe definiert.
Bei Gefälle empfehle ich den stufigen Aufbau. Das heißt, Sie setzen die Pfosten so, dass jede Matte waagerecht sitzt, der Anschluss zur nächsten Matte um die nötige Stufe abfällt. Kleine Stufen von 5 bis 10 Zentimeter pro Mattenlänge wirken ruhig. Bei starkem Gefälle kombiniert man kurze Matten oder kürzt einzelne Felder, damit die Stufen nicht zu groß werden. Ein durchgehender schräger Verlauf wirkt oft, als ob der Zaun schief steht, selbst wenn die Linie technisch korrekt ist. Ausnahmen gelten bei sehr sanftem, langen Gefälle, wo eine minimale Schräge über viele Meter kaum auffällt.
Tore, Eckpfosten und Abschlüsse
Tore sind die Stellen, an denen die meiste Kraft angreift. Der Pfosten, an dem der Flügel hängt, bekommt ein größeres Fundament. Wer 1 Meter Gehflügel plant, dimensioniert den Pfostenfuß großzügig und nutzt schwere Bänder mit Einstellmöglichkeit. Bei Doppelstabtoren entspricht die Höhe dem Zaun, die Breite muss zum Weg und Fahrzeugen passen. Beim Gartentor genug Luft zum Boden lassen, damit im Winter kein Schnee blockiert. 5 bis 8 Zentimeter Luft unter dem Tor sind praxisgerecht. Bei Hunden sind 8 Zentimeter schon viel, dann lieber eine Bürstenleiste oder eine Bodenkonsole vorsehen.
Ecken haben in der Praxis zwei elegante Lösungen. Mit echten Eckpfosten, die zwei Reihen Klammern oder eine Abdeckleiste über Eck aufnehmen, bleibt die Montage sauber. Oder Sie arbeiten mit zwei Standardpfosten, die Sie im Eckabstand so setzen, dass die Matten auf den Außenkanten greifen. Ich nutze die erste Variante, wenn der Winkel bekannt und konstant ist. Bei Grundstücken, wo der Winkel nicht exakt 90 Grad hat, mit variablen Eckverbindern und Abdeckleistenpfosten. Das verzeiht spätere kleine Korrekturen.
Abschlüsse an Gebäuden, Mauern oder bestehenden Zäunen sollten Sie nicht einfach anpressen. Eine kleine Dehnfuge von 1 bis 2 Zentimetern verhindert, dass Bewegungen den Zaun gegen die Wand drücken. Den Spalt kann ein Anschlusswinkel überbrücken. Wenn Sichtschutzstreifen geplant sind, vorher klären, ob der Abschluss genug Platz für das Einschieben lässt.
Zaun konfigurieren: vom Grundstücksmaß zur Materialliste
Der sicherste Weg zu einer passenden Materialliste beginnt mit einem vollständigen Aufmaß. Ich gehe die Strecke ab, notiere gerade Linien, Ecken, Tore, Höhe, Geländesprünge. Dazu markiere ich die Positionen, an denen ich stufen will. Mit den Daten berechne ich die Anzahl der Matten, entscheide, wo gekürzt wird, plane die Pfostenpositionen mit Achsmaß und trage die Fundamentgrößen ein. Kleine Skizzen ersetzen viele Worte.
Wenn Sie einen Zaun kaufen, lohnt ein Konfigurator, der Achsmaße, Mattenlängen und Höhen in Beziehung setzt. Gute Systeme schlagen automatisch passende Pfostenlängen vor, unterscheiden zwischen zum Einbetonieren und zum Aufdübeln und berücksichtigen Abdeckleisten oder Klammern. Bei Sichtschutz planen Sie die Streifen gleich mit. Pro Standardmatte benötigen Sie etwa 44 bis 46 Streifen, je nach Drahtabstand, plus Reserven. Bei Windlasten oder in Reihenhaussiedlungen ist die statische Reserve wichtig. Ein höheres Drahtmaß, etwa 8/6/8 statt 6/5/6, trägt Sichtschutzstreifen besser und wirkt insgesamt ruhiger. 6/5/6 ist für viele Gärten ohne Sichtschutz völlig ausreichend und günstiger.
Fehler, die ich immer wieder sehe, und wie man sie vermeidet
Es sind selten die großen Katastrophen, meistens die vielen kleinen Ungenauigkeiten, die später ärgern. Ein Klassiker: Pfosten in frischen Beton setzen und zu früh belasten. Beton braucht Zeit, um Festigkeit zu entwickeln. Ich lasse in der Regel 24 Stunden stehen, bevor ich Matten einhänge, bei kühlem Wetter auch 48 Stunden. Wer die Matte zu früh einspannt und dabei den Pfosten zieht, bekommt eine Linie, die nicht mehr gerade wird.
Der zweite Fehler: Achsmaß und Mattenlänge werden verwechselt. Wenn am Ende 10 Zentimeter fehlen, schiebt man gern alles zusammen. Das rächt sich, weil Klammern dann nicht mehr sauber packen, die Matte klappert oder die Abdeckleiste nicht greift. Lieber eine Matte kürzen und eine zusätzliche Klammer setzen, als den ganzen Zug spannen.
Der dritte Fehler: Die untere Kante ignorieren. Wer dem hügeligen Boden blind folgt, fängt sich Lücken ein, durch die Tiere schlüpfen, und bekommt eine optisch unruhige Linie. Eine klare Unterkante als Bezug, dann punktuelle Anpassungen mit Bodenkonsolen, niedrigen Randsteinen oder leichtem Bodenausgleich, führt zu einem ruhigeren Bild.
Der vierte Fehler: Sichtschutz nachträglich und ohne Statik. Sichtschutzstreifen erhöhen die Windlast deutlich. Wer ursprünglich knappe Fundamente gesetzt hat, erlebt bei Sturm die Überraschung. Wenn Sichtschutz auch nur als Option im Raum steht, gleich etwas größer gründen oder 8/6/8 Drahtstärke wählen.
Praxisbeispiel: 28 Meter Gartenzaun mit Tor, leichter Hang
Ein Kunde wollte 28 Meter Zaun an der Straßenseite, 123 Zentimeter Höhe, ein 1 Meter Gartentor, leichter Anstieg von 3 Prozent. Ich habe die Achsmaße mit 2,525 Meter angesetzt, zehn volle Matten ergeben 25,25 Meter. Es blieben 2,75 Meter plus Tor. Ich habe das Tor mit 1 Meter Lichtmaß geplant, Achsmaß der Torpfosten 1,06 bis 1,08 Meter, je nach Band- und Schlossbeschlag. Der Rest wurde in zwei Felder geteilt: ein 1,6 Meter Feld und ein gekürztes 1,15 Meter Feld nahe beim Tor. So blieb die Optik ruhig, und die Stufenverteilung wurde natürlich. Die Stufen lagen alle zwei bis drei Matten bei etwa 6 bis 8 Zentimeter. Fundamente 30 x 30 x 70 Zentimeter, beim Tor 40 x 40 x 90 Zentimeter. Wir haben einen feinen Schotterkeil an der Unterkante gezogen, damit keine Spalten blieben. Montagezeit mit zwei Personen: zwei Tage, inklusive Bohren, Setzen, Ausrichten, Aushärten über Nacht und Mattenmontage am zweiten Tag. Der Zaun steht heute noch stramm, Sichtschutz hat der Kunde später nachgerüstet, die Fundamente hielten problemlos.
Oberflächen, Korrosionsschutz und Pflege
Wenn Sie einen Zaun kaufen, fällt oft die Wahl zwischen rein feuerverzinkt und zusätzlich pulverbeschichtet. Beide Varianten halten, die Beschichtung erhöht den Schutz und die Optik. Kleine Schnittstellen nach dem Kürzen sollten sofort behandelt werden. Zinkspray zuerst, dann ein Lackstift in RAL. Wer das sauber macht, erkennt die Stelle später kaum. Die Pflege beschränkt sich auf gelegentliches Abwaschen und den Blick auf Klammern und Schrauben. Lockere Klammern klappern, eine Viertelumdrehung dreht Ruhe rein. Im ersten Jahr kontrolliere ich nach einem Sturm, ob alle Pfosten noch exakt in Linie stehen. Wenn ja, steht der Zaun meist für lange Zeit ohne Nacharbeit.
Rechtliches und Nachbarschaftliches
Grenzabstände und Höhen sind Ländersache und teils Gemeindeordnung. In vielen Regionen gilt an der Grenze eine maximale Höhe von 1,8 bis 2 Metern, ohne gesonderte Genehmigung. Sichtschutz direkt an der Grenze ist häufiger eingeschränkt als ein luftiger Zaun. Vor dem Kauf ein kurzer Blick ins Bauamt spart Ärger. Mit dem Nachbarn über die Höhe und die Linie sprechen, idealerweise das Maßband gemeinsam anlegen. Manchmal steht der alte Maschendrahtzaun 15 Zentimeter auf Ihrer Seite, ein neuer Zaun genau auf der Grenze zieht die Linie optisch nach vorn. Wer das vorher erklärt, hat später weniger Diskussion.
Von der Theorie zur Montage: kompakte Reihenfolge, die funktioniert
- Schnurgerüst setzen, Verlauf und Höhe definieren, Achsmaße anzeichnen, Eck- und Torpunkte festlegen. Pfostenlöcher bohren oder Fundamentgräben öffnen, Tiefe kontrollieren, gegebenenfalls Schotterbett einbringen, Pfosten ausrichten und betonieren. Aushärten lassen, anschließend Matten einsetzen, Klammern montieren, Abdeckleisten schließen, Torsystem einhängen und feinjustieren. Sichtschutzstreifen einschieben, Endkappen, Abdeckstopfen, Abschlusswinkel montieren, Linie ein letztes Mal prüfen.
Die Reihenfolge klingt simpel, trägt aber. Wer versucht, Matten in frisch gesetzte Pfosten zu hängen, bekommt irgendwann das Lot nicht mehr sauber. Ruhe, Trocknungszeit und saubere Bezüge sparen unter dem Strich Arbeitsstunden.
Budget und Materialvarianten mit Sinn
Der Preis eines Doppelstabmattenzauns hängt an Höhe, Drahtstärke, Oberfläche, Pfostensystem, Fundamentaufwand und Toren. 6/5/6 in 123 Zentimeter ist klar günstiger als 8/6/8 in 183 Zentimeter mit Sichtschutz. Oft ist der größte Hebel die Höhe. Wer zwischen 143 und 163 Zentimeter schwankt, sollte überlegen, was er wirklich braucht. Ein Hund, der 50 Zentimeter hoch ist, braucht keine 183 Zentimeter Zaun. Bei gewerblichen Flächen macht 2 Meter Höhe dagegen andere Dinge möglich, etwa weniger Kletteransatz.
Pfosten mit Abdeckleiste sind optisch ruhiger, etwas teurer, erleichtern aber die Montage in kniffligen Situationen und schützen die Speere vor Zugriff. Offene Klammern sind günstiger und robust. Wer ein schlichtes, technisches Bild mag, liegt damit richtig. Beim Tor sollten Sie nicht sparen. Gute Schlosskästen, verstellbare Bänder und eine solide Drückergarnitur bleiben über Jahre geräuschlos.
Tipp für Hanglagen: Staffelung planen, nicht improvisieren
Ein Hang zwingt Sie zu Entscheidungen. Ich vermesse die Höhe über die Länge des Zaunzuges, rechne die Gesamthöhendifferenz aus und entscheide, wie viele Stufen ich setzen möchte. Je mehr, desto feiner. Ich teile dann die Stufen gleichmäßig auf die Matten auf. So vermeidet man, dass plötzlich eine große Stufe erscheint, bei der die Mattenkanten wie Treppenstufen wirken. Kürzen Sie gezielt, statt am Ende einen großen Rest zu haben. Wenn der Hang seitlich wechselt, das heißt, die Linie kippt in ihrem Verlauf, helfen kurze Mattenlängen oder Zwischenpfosten, die den Ausgleich an unauffälligen Stellen aufnehmen.
Wann ein Profi helfen sollte
Es gibt Projekte, die sind ideal für Eigenleistung, etwa 15 bis 30 Meter gerade Strecke, leichte Unebenheit, ein kleines Tor. Komplex werden innenliegende Ecken mit mehreren Höhenwechseln, große Tore über 3 Meter, schmale Fundamente an Versorgungsleitungen oder ein sehr schwieriger Untergrund. Ein halber Tag Beratung vor Ort spart manchmal zwei Tage Improvisation. Wer unsicher ist, plant die Linie, besorgt das Material, und lässt wenigstens die ersten Pfosten vom Fachbetrieb setzen. Der Rest fällt dann leichter.
Fazit aus der Praxis
Ein Doppelstabmattenzaun ist kein Hexenwerk, aber er belohnt Genauigkeit. Wer den Zaun konfigurieren will, beginnt bei der Linie, nicht beim Warenkorb. Pfostenabstände folgen dem Achsmaß des Systems, Mattenlängen werden so kombiniert, dass die Strecke harmonisch wirkt, und die Fundamente sind so dimensioniert, dass Wind, Frost und Zeit keine Chance haben. Kleine Details, etwa Zinkspray an Schnittkanten, eine gleichmäßige Unterkante und gute Torbeschläge, prägen das Ergebnis stärker als man denkt.
Wenn Sie einen Zaun kaufen, schauen Sie auf Systemkompatibilität, Drahtstärke und Oberfläche. Planen Sie, wie der Zaun in fünf Jahren aussehen soll, mit oder ohne Sichtschutz, mit wachsenden Hecken und einem Tor, das täglich benutzt wird. Dann stehen die Pfosten im richtigen Abstand, die Matten greifen sauber, und das Fundament trägt still seinen Teil dazu bei, dass der Zaun so selbstverständlich wirkt, als wäre er immer schon da gewesen.